Rückblick: “Treffpunkt Lebens(W)orte” zum Thema “Ich werfe mein Netz aus! Von Menschenfischern und Netzwerken…”
Am Osterdienstag, dem 3. April 2018 folgten der Einladung des Vorbereitungsteams mit Petra Kerkenhoff, Katharina Michels und Louise van de Sand ca. 25 Frauen zu einem sehr schönen Zusammensein in der herrlichen Umgebung des Angelsportvereins Kleve-Rindern mit verschiedenen Kolken, Brücken und Stegen in der gerade aufbrechenden Natur. Unter dem Vordach des Angelsportlerheims ließ es sich bei vorfrühlingshaften Temperaturen draußen schon recht gut aushalten. Heringe aus Lakritz und Fischlis auf den Tischen ließen auch den Gaumen teilhaben.
Von den Texten der Bibel über die Beauftragung und Aussendung der Apostel als Menschenfischer – über Pastor Weskamps einmaligen Bericht vom „Wunder des reichen Fischfangs” in seinem Buch “Einwurf” (darin schreibt er von seinen beglückenden Erlebnissen als Priester und Menschenfischer von Novosibirsk bis nach Brasilien) – über die persönlichen Erfahrungen der anwesenden Frauen, spannte sich ein breiter Bogen und ein Netz, das trägt, Halt, Zuversicht und Lebensfreude gibt.
Neben Texten von verschiedenen anderen Autoren zum Thema, berichteten mehrere Teilnehmerinnen so anschaulich und nett von ihren Erfahrungen und Erlebnissen in ihrer Kindheit und Jugend mit der vielen schweren Arbeit in den Rheinfischerfamilien, aber auch von heimeligen Winterabenden, an denen im Familienkreis viel erzählt wurde während der Vater die Fischernetze reparierte. Auch vom Säubern, Ausnehmen und Zubereiten der gefangenen Fische war die Rede, aber auch von Fischer- und anderen Knoten, die man bei den Pfadfindern lernte und die durch das Leben begleiteten. Zwei Gedichte von Katharina Michels selbst formuliert berichteten vom “Netzwerk der Freundschaften” und vom “Netz, in dem man gefangen ist, aus dem man sich selbst befreien muss, aber trotzdem gelassen akzeptieren muss, dass man das Schicksalsrad nicht drehen kann”. Auch Petra Kerkenhoff erzählte von verschiedenen Netzwerken, die selbst über Grenzen hinweg tragen können ( „Little Quilts of Love“ für d en Gebrauch im Krankenhaus –  und stellte zwei interessante Bücher zum Thema vor ( „Zusammen ist man weniger allein“ von Anna Gavalda und „Zwei alte Frauen“ von Velma Wallis ).
Weitere Netzwerke aus der aktuellen Tagespresse und Gruppen wurden thematisiert.
Der absolute Höhepunkt war wieder einmal ein langes, wunderbar gereimtes Gedicht von Marie-Luise Wehrens, das all das Vorgetragene noch einmal sehr schön zusammenfasste, ein wenig vor den Gefahren der “modernen Netzwerke” warnte und das damit endete, dass heute sogar ja Käse schon vernetzt ist, wobei sie ein kleines Netz mit Minikäsekugeln präsentierte, das natürlich zur allgemeinen Erheiterung nach den vielen nachdenklichen Texten beitrug.
Weil es so viel zu erzählen, vorzutragen und berichten gab, war der zeitliche Rahmen von anderthalb Stunden doch zu knapp bemessen. Die Musik und das Singen kamen deshalb leider ein bisschen zu kurz.
Der nächste Treffpunkt Lebens(W)orte soll im Juli stattfinden und “Brücken” zum Thema haben.  Nähere Einzelheiten werden wieder rechtzeitig über einen entsprechenden “Flyer” mitgeteilt.