Die neue Cellina-Zeitschrift ist erschienen. Sie umfasst 28 Seiten und zeigt auf der Titelseite eine Luftaufnahme der Kellener Mitte rund um die Pfarrkirche mit dem neuen Pfarrheim. Im Mittelpunkt der 65. Ausgabe – seit 1987 ununterbrochen erschienen – steht ein ausführlicher Bericht über die Kommunalreform 1969.

Termine und Veranstaltungen des Heimatvereins runden die 65ste Ausgabe ab, die für 4,-€ in den Kellener Geschäften, bei der Sparkasse und Volksbank, sowie im Klever Buchhandel und im Lotto-Toto-Geschäft zu kaufen gibt. Weitere Info unter www.cellina.de

Stadtarchivar Bert Thissen beleuchtet die Vorgeschichte dieser Reform, die Bedeutung für NRW und die Auswirkungen im Klever Land. Einen besonderen Blick wirft der Autor auf die unmittelbaren Reaktionen kurz vor und nach dem 1. Juli 1969 in Kellen. So manche Kuckuckseier kommen dabei zum Vorschein. Nicht direkt, aber ins Umfeld der Kommunalreform gehört auch die damalige Verkehrssituation zwischen Kellen und Kleve. Mit viel Glück gelang es, ohne „Schranke zu“ in die Herzogstraße zu kommen, weiß Herbert Drießen zu berichten. Sein Artikel trägt bezeichnenderweise für das Jahr 1969 den Titel „Heikle Übergänge“. Ein großes Foto zeigt den Bau des Vereinshauses, kurz vor der Fertigstellung im Jahre 1969.

1949 ist das 2. historische Datum, das gewürdigt wird. Jürgen Bleisteiner ist es gelungen, Paul Gerhard Küsters seine Erinnerungen an das Gründungsjahr der Bundesrepublik zu entlocken, er hatte damals gerade mit seinem Studium in Bonn begonnen und nahm Personen und Geschehnisse der damaligen Zeit als stiller Beobachter wahr.
Ein historischer Zeitzeuge besondere Art ist Emil Kunst. Mit seiner Biografie hat sich Herbert Drießen beschäftigt, indem er Emil Kunst hat erzählen lassen. Dabei ist ein Epochen übergreifendes Bild gezeichnet worden, von den Jahren im Nationalsozialismus über den Krieg bis in die Aufarbeitung der Vergangenheit in den 2000er Jahren. Ein seltener und interessanter Blickwinkel.
Timo Bleisteiner, Schulleiter des FvS-Gymnasiums interviewte seinen Kollegen, den Schulleiter und „Gründungsvater“ der Kisters -Realschule, der in den nächsten Wochen pensioniert wird. Nicht nur Fachliches, sehr viel Persönliches kam dabei zum „lesenswerten“ Vorschein.

Ein letztes großes Kapitel zeigt in Text und Bildern (H. Leenders) den architektonisch gelungenen Erweiterungsbau an der alten Willibrordschule in Kellen, in dem die Lehrerausbildung, das sog. Zentrum für schulpraktische Ausbildung seit etlichen Jahren ihr Domizil hat. Eine Einrichtung, die die Bildungslandschaft in Kleve erheblich mit charakterisiert.