“Der Bischof von Münster bittet mich, die Pfarrstelle St. Willibrord Kleve aufzugeben. Er wünscht, dass ich die Pfarrstelle Xanten, St. Viktor, übernehme. Diese Anfrage hat mich unerwartet getroffen. Gedanken an eine Veränderung hatte ich nicht. Im Gegenteil: Ich fühle mich sehr wohl in St. Willibrord. Weil ich als Priester dem Bischof verbunden bin, will ich seinem Wunsch entsprechen. Das Gehorsamsversprechen ist an dieser Stelle sehr konkret. Ich habe von mir aus kein Motiv, von St. Willibrord wegzugehen. Ich bin hier glücklich mit Ihnen und dem Team der Seelsorgenden und der Ehrenamtlichen, die hervorragend die Herausforderungen unserer Gegenwart annehmen und gestalten. Manches ist auf gutem Weg. Vieles bleibt bei uns noch zu wünschen übrig: da bin ich mir mit allen haupt- und ehrenamtlich Tätigen einig. Ein Weggang heißt für mich: Abbrechen des Weges, der gefühlt gerade erst begonnen hat.
Ich bin jetzt im fünften Jahr bei Ihnen. Ich habe die Stimmen noch gut im Ohr, die 2015 bei meiner Begrüßung sagten: hoffentlich können Sie mit uns einen längeren Weg gehen als Ihre Vorgänger! Dass dies nun wiederum nicht der Fall ist, löst Verunsicherung und Fragen aus: Wie geht es weiter? Kommt ein neuer Pfarrer? Wann wird er kommen? Bei den Gemeindemitgliedern hinterlässt die Abberufung eines Pfarrers das Gefühl der Minderwertigkeit. Mir fällt diese Mitteilung nicht leicht. Am Freitagabend gab es ein Gespräch mit den Verantwortlichen in Xanten. Diese haben den Vorschlag des Bischofs angenommen. Kurz vor Weihnachten kommt das alles zur Unzeit. Das ist mir bewusst. Aber verstehen Sie diese Mitteilung als mein Bemühen, es Ihnen persönlich zu sagen. So erfahren Sie es nicht durch Dritte. Wir gehen und bleiben auf dem Weg mit Jesus Christus. Oder wie es der Pfarrpatron sagt, der Hl. Willibrord: In Gottes Namen freudig nach vorne.
Ich wünsche allen einen gesegneten Dritten Advent.”
Ihr
Pastor Stefan Notz

 

  Bericht des Bistums