„Klever Schülerinnen und Schüler besuchen Auschwitz, Majdanek, Belzec“ Karl-Kisters Realschule Kleve-Kellen

HÖRE auf die Vergangenheit , damit die Zukunft gelingt!
Vom 12. April bis zum 10. Mai gestaltet das Konrad-Adenauer-Gymnasium zusammen mit der Karl-Kisters-Realschule und dem Berufskolleg Kleve eine Ausstellung in der Pfarrkirche Kellen zum wichtigen Dialog zwischen Juden und Christen.
Bereits am Freitag, 12.04.2019 um 10 Uhr wurden die Ausstellungen der drei Schulen gemeinsam mit ca. 70 Teilnehmern eröffnet. Nach der Begrüßung durch den Schulseelsorger Markus van Berlo startete die Realschule mit einer kurzen Vorstellung der jährlichen Fahrten nach Ausschwitz bzw. Belzec und Majdanek. Daraufhin führte das Berufskolleg mit einem sehr beeindruckenden Poetry Slam zum Thema Ausschwitz und „Es ist was es ist“ von Erich Fried fort und wies auf ihre Ausstellung zu Klever Stolpersteinen hin.
Im Anschluss präsentierte der kath. Religionskurs 9ab des KAG eine kurze Lesung aus dem Buch „Das Kind von Noah“ von E.E. Schmitt und führte ein fiktives Gespräch auf, in dem zwei Deutsche über Juden schimpfen und dabei unbewusst lauter jiddische Begriffe benutzen. Zudem wurden einige jüdische Witze und Lebensweisheiten dargeboten. Danach starteten parallel in vier Kleingruppen die Präsentationen der Ausstellungsteile der einzelnen Schulen.
Die Schüler/innen des Berufskollegs stellten ihre Patenschaft für die Stolpersteine der Familie Kaufmann vor und die ehemaligen und aktuellen 10er der Karl-Kisters-Realschule zeigten eindrucksvoll ihre Ergebnisse und Erfahrungen aus den Polenfahrten der letzten Jahre. Der Religionskurs des KAG präsentierte sowohl jüdisches Leben im Mittelalter und heute als auch jüdische Speisevorschriften und die Verfolgung der Juden unter den Nazis. Zusätzlich waren noch Stellwände zu den jüdischen Sprachen Hebräisch und Jiddisch wie auch zu jüdischen Witzen und Weisheiten ausgestellt.
Zum Abschluss wurden noch Einladungen zu den weiteren Veranstaltungen im Rahmen des crossing projects HÖRE der Gemeinde St. Willibrord ausgesprochen. Gemeinsam sangen wir das Lied „Hevenu Shalom alechem“ (Wir wollen Frieden für alle). Nach den gelungenen Präsentationen in konzentrierter und guter Atmosphäre konnten alle Schülerinnen und Schüler frohgemut in die Ferien starten.
Ben Stohr (9ab) und Markus van Berlo

 

 

PS: Die Ausstellungen sind noch bis zum 10. Mai in der St. Willibrord-Kirche zu besichtigen – an den Wochenenden von 11-17 Uhr oder nach Voranmeldung beim Schulseelsorger (schulseelsorgekleve@gmx.de).