Das Seelsorgeteam hat darüber beraten, wie wir in unserer Pfarrei in der Fastenzeit ein Zeichen der Umkehr angesichts der Miss-Stände in unserer Kirche setzen können. Alle Zelebranten möchten bei den Gottesdiensten in der Fastenzeit auf den feierlichen Einzug ganz bewusst zu verzichten. Es soll ein stiller Einzug ohne Lied am Anfang aller Gottesdienste stehen. Stattdessen betet der Zelebrant ein Bußgebet nach den Worten des Propheten Jesaja.

Dies soll ein kleines Zeichen in den Wochen vor Ostern sein und zeigen, dass der schlimme Zustand unserer Kirche für Jede und Jeden des Seelsorgeteams eine große Belastung darstellt, die sich in dem Bußgebet ausdrückt.

Nein, Gottes Hand ist nicht zu kurz, um Hilfe zu leisten,
Gottes Ohr nicht zu taub, um die Bitten zu hören.

Aber die Verbrechen der Menschen verdunkeln das Licht;
an ihren Händen klebt Blut, ihre Lippen reden nur Lügen;
sie üben Gewalt, säen Vernichtung, den Weg des Friedens kennen sie nicht. (59,1-4)

Wir warten auf Licht, — doch es bleibt finster,
auf das Sonnenlicht — doch wir irren im Dunkel.
Wie Blinde tappen wir an der Wand, unsicher wie Menschen ohne Augenlicht;
wir straucheln am helllichten Tage. In der Blüte unseres Lebens sind wir wie Tote. (59, 9-11)

Wir alle wurden wie Unreine, unsere ganze Gerechtigkeit ist wie ein schmutziges Kleid.
Wir alle verwelken wie ein verdorrtes Blatt,
unsere Schuld trägt uns wie der Wind auf und davon. (64,5)

Zion ist zur Wüste geworden, Jerusalem zerstört. All unsere Kostbarkeiten – ein Trümmerhaufen!

Kannst Du dich da noch zurückhalten, Gott? Wie lange schaust du noch schweigend zu?
Willst du uns ganz im Elend versinken lassen? Du bist doch unser Vater, unsere Mutter?
Wir sind der Ton, du bist die Töpferin! Wir alle sind das Werk deiner Hände! (64, 7-11)

Ach, reiß doch den Himmel auf und komm herab!
Lass vor deiner Erscheinung die Berge ins Wanken geraten! (63,19)

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