Welttag für Großeltern und Senioren am Sonntag, den 25. Juli 2021
Der Papst will die Rolle älterer Menschen stärken und hat zu diesem Zweck einen neuen Gedenktag eingeführt. Er soll jährlich am vierten Sonntag im Juli begangen werden.
„Die Großeltern sind das Bindeglied zwischen den Generationen“, betonte er. „Oft würden sie vergessen. Dabei sei ihre Stimme so wertvoll, weil sie die Völker an ihre Wurzeln erinnerten.“
Die Pfarrgemeinde Zur Heiligen Familie Materborn lädt aus diesem Anlass zu einem Segnungsgottesdienst am Samstag, den 31. Juli um 15.00 Uhr in den Park von Burg Ranzow ein. Hier finden Sie die Einladung.
Folgendes Gebet mag Ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern:

Erhalte mich liebenswert

O Herr, du weißt besser als ich, dass ich von Tag zu Tag älter und eines Tages alt sein werde.
Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen.
Erlöse mich von der großen Leidenschaft, die Angelegenheit anderer ordnen zu wollen.
Lehre mich, nachdenklich, aber nicht grüblerisch, hilfreich, aber nicht diktatorisch zu sein.
Bei meiner ungeheuren Ansammlung von Weisheit erscheint es mir ja schade, sie nicht ständig weiterzugeben – aber du verstehst, Herr, dass ich mir ein paar Freunde erhalten möchte.
Bewahre mich vor der Aufzählung endloser Einzelheiten
und verleihe mir Schwingen, zur Pointe zu gelangen.
Lehre mich schweigen über meine Krankheiten und Beschwerden.
Sie nehmen zu – und die Lust, sie zu beschreiben, wächst von Jahr zu Jahr.
Ich wage nicht, die Gabe zu erflehen, mir Leidensberichte anderer mit Freude anzuhören,
aber lehre mich, sie geduldig zu ertragen.
Lehre mich die wunderbare Weisheit, dass ich mich irren kann.
Erhalte mich so liebenswert wie möglich.
Ich möchte keine Heilige, kein Heiliger sein – mit ihnen lebt es sich so schwer – ,
aber ein alter Griesgram ist das Krönungswerk des Teufels.
Lehre mich, an anderen Menschen unerwartete Talente zu entdecken,
und verleihe mir, o Herr, die schöne Gabe, es ihnen auch zu sagen.

Theresa von Avila

Folgende schöne Ideen sind Anregungen, mit den Enkeln über Gott ins Gespräch kommen:
Gemeinsam ein Kreuz basteln
Das Kreuz zeigt: Jesus lebt mitten unter uns, auch wenn er gekreuzigt wurde. Aus zwei Ästen kann ein Kreuz ganz leicht selbst gestaltet werden. Es kann einen festen Platz in der Wohnung der Großeltern erhalten.
Gemeinsam beten
Ein Gebet macht deutlich, dass ich mich Gott anvertraue. Mit einem Gebetswürfel können auch die Kinder die Initiative zum Beten ergreifen. Handwerklich begabte Großväter können den Würfel mit den Enkeln basteln. Feste Gebetszeiten vor dem Essen oder vor dem Schlafen schaffen eine Struktur.
Eine Kerze anzünden
Eine gemeinsam verzierte Kerze kann angezündet werden, wenn Großeltern mit Kindern beten, wenn sie ihnen eine biblische Geschichte vorlesen, bei Tisch oder zu besonderen Anlässen. Das Licht zeigt: Christus lebt und ist bei uns.
Eine Schatzkiste füllen
Das Kästchen hat einen festen Platz bei den Großeltern. Sie können mit ihren Enkeln Schätze hineinlegen: Federn, Glitzersteine, Bilder, Erinnerungen, die Kerze oder auch das Kreuz. Die Kiste kann Ausgangspunkt sein für einen Moment der Ruhe, des Gebetes und des Erinnerns.
Das Enkelkind segnen
Segensrituale bestehen aus zwei Teilen: einem Zuspruch und einer Geste. Wenn sie dem Enkelkind ein Kreuz auf die Stirn zeichnen, können Großeltern dabei sagen: „Gott segne dich!“
Die Kirche erkunden
Auch Großeltern sollten mit ihren Enkeln in die Kirche gehen. Entweder zum Gottesdienst oder einfach so. Sie können den Kirchenraum erkunden, von ihren Erlebnissen und Überzeugungen erzählen oder sich nur setzen, ruhig werden und staunen, ein kurzes Gebet sprechen.
Sich erinnern
Beim Blättern im Fotoalbum werden Erinnerungen wach. Großeltern sollten davon erzählen, an Verstorbene erinnern, für sie beten, Kerzen anzünden oder Gräber besuchen. Auch mit einer Ahnentafel kann man über die Familie sprechen und die Verbundenheit im Glauben zum Ausdruck bringen.
Für das Seelsorgeteam: Petra Kerkenhoff

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