Im Familiengottesdienst schauten wir auf diese besondere Krippe in Düffelward. Sie zeigt uns eine schwangere Frau. Sie ist unterwegs. Sie ist in Vorfreude. Sie heißt Maria.
Maria ließ uns im Gottesdienst an ihren Gedanken teilhaben:
„Ich bin Maria. Als der Engel mir sagte, dass ich die Mutter Jesu werde, da wusste ich erst gar nicht, wie mir geschah. Aber dann habe ich ‘Ja’ gesagt und ‘mir geschehe nach deinem Wort’. Ich glaube, dass Gott mich mein Leben lang begleitet und ich verlasse mich auf ihn, auch wenn ich ihn manchmal nicht verstehe. Mein Name bedeutet schließlich: ‘Ich bin von Gott geliebt’.
Trotzdem sind die Wege, die ich gehe, nicht immer einfach. Gerade jetzt zum Beispiel. Da bin ich mit Josef zusammen unterwegs nach Bethlehem, denn auch wir müssen uns in die Steuerlisten des Kaisers eintragen lassen. Wir sind schon ein paar Tage unterwegs und die Straßen sind uneben und staubig. Kein leichter Weg für eine schwangere Frau! Josef unterstützt mich, so gut er kann und der Esel nimmt uns die Last des Gepäcks ab.
Aber das Kind in meinem Bauch, das trage ich allein. Ich spüre es bei jedem Schritt und obwohl ich mir noch gar nicht recht vorstellen kann, was aus diesem Kind werden wird, freue ich mich riesig. Die Vorfreude wächst mit jedem Tag und bis zur Geburt dauert es nicht mehr lange. Wie wird es werden mit Jesus, dem Sohn Gottes? Ich stelle mir vor, dass die Welt mit ihm heller und freundlicher wird. Ich spüre, dass eine große Kraft von dem Kind ausgehen wird, die mir jetzt schon Mut und Hoffnung schenkt.

Die Kinder konnten nun kleine Holzpüppchen mit einem Namensaufkleber versehen. Diese Püppchen wurden dann zu der schwangeren Maria in die Krippe gestellt.
Die Püppchen bleiben bis Weihnachten in der Krippe stehen – alle Kinder begleiten Maria, sie begleitet die Kinder.
Wir alle freuen uns auf die Geburt von Jesus – auf Weihnachten. Wir müssen aber noch warten, wie Maria damals.
Wir gehen gemeinsam mit Maria, wir sind mit ihr unterwegs nach Bethlehem. Wir sind in Vorfreude!