Mit dem Beginn des neuen Schuljahres in der dritten Klasse startet  die Vorbereitung auf das Erstkommunionfest. Die Familien bekommen einen Einladungsbrief über die Schulen in Kellen, Rindern und Griethausen. An diesen drei Schulen, die in unserer Pfarrei liegen, hat bereits einige Wochen im Vorfeld Kontaktunterricht bzw. Seelsorgeunterricht in den 2. Klassen stattgefunden, so dass die Jungen und Mädchen mit der Pfarrei St. Willibrord auch schon mal ein Gesicht verbinden. Gleich nach den Sommerferien finden dann an den Schulstandorten Infoabende für die Eltern statt. So erhalten alle Interessierten einen Überblick bezüglich der Planung und Durchführung und es ist möglich, Fragen und Anregungen einfließen zu lassen. Grundsätzlich sind es die folgenden 5 Punkte, die für die Erstkommunionvorbereitung in St. Willibrord  wichtig sind: 

  1. Die Gruppentreffen der Kinder und Begleitung der Gruppen durch Erwachsene

Damit die Kinder eine lebendige und intensive Vorbereitung erfahren, finden 7 thematische Gruppentreffen mit je 4-6 Kindern statt. Diese Treffen starten im November; sie dauern 60-90 Minuten und finden nach Absprache an einem bestimmten Tag und Ort statt. Bei der Einteilung der Gruppen legen wir Wert darauf, dass die Kinder keine weiten Wege zurücklegen müssen. Geleitet werden diese Gruppentreffen abwechselnd von den Eltern der Gruppe, so dass jede Familie planmäßig zweimal „an der Reihe“ ist. Material für die Durchführung der Gruppentreffen wird bereitgestellt und ist so angelegt, dass alle Eltern in der Lage sind, die Treffen durchzuführen. Es gibt für jede Gruppe eine Begleitperson, mit der die Gruppen-treffen durchgesprochen werden und die zusätzlich auch bei Fragen und Anregungen angesprochen werden kann. Mit dieser ehrenamt-lichen Begleitperson sprechen die Erwachsenen einer Gruppe alles Nötige ab.

  1. Die Weggottesdienste in den unterschiedlichen Kirchen vor Ort

Ergänzt, umgesetzt und gefeiert werden die Inhalte der Gruppen-treffen in 7 Weggottesdiensten, die im Wechsel mit den Gruppen-treffen in den jeweiligen Kirchen vor Ort stattfinden. Zu den Weggottesdiensten kommen die Kinder in Begleitung eines Erwachsenen (aus der Familie). Die jeweiligen Termine und Orte werden rechtzeitig bekannt gegeben. Alle Weggottesdienste finden zweimal statt, damit Sie als Familie die Möglichkeit haben, Termin und Kirche auszuwählen. 

  1. Das Sakrament der Versöhnung (Beichte) und die Vorbereitung darauf

Mit der Vorbereitung auf das Sakrament der Versöhnung starten wir im Januar. Alle Erstkommunionfamilien eines Ortes werden  gemeinsam zu einem Treffen in der jeweiligen Kirche eingeladen. Wir werden miteinander über das Thema Vergebung und Neuanfang ins Gespräch kommen und etwas über das Sakrament hören. Zu einem zweiten Termin vor Ort sind die Familien dann eingeladen, das Beichtsakrament zu empfangen.

  1. Die gemeinsamen Aktionen

Es wird im Laufe der Vorbereitungszeit auch ganz unterschiedliche gemeinsame Aktionen geben: eine Kirchenbesichtigung vor Ort, ein Besuch der Hostienbäckerei in Kevelaer und die  Sternsingeraktionen. Die konkreten Termine dazu erhalten Sie beim Elternabend. Für die Fahrt zur Hostienbäckerei fallen pro Person noch einmal Kosten an.

     5. Zusätzliche (freiwillige) Angebote

Auf zusätzliche Angebote in unseren Kirchorten werden Sie als Familie im Laufe der Vorbereitungszeit aufmerksam gemacht. Da gibt es z.B. die Familiengottesdienste an den Sonntagen, das Mitmachen bei den jeweiligen Krippenspielen, der Solidaritätsmarsch, ein Familien-Nachmittag auf der Wasserburg Rindern oder der religiöse Spiel- und Bastelnachmittag in der Karwoche. Dies sind freiwillige, zusätzliche Angebote. Wir möchten Ihnen als Familie damit Anregungen geben, selbst zu schauen, was für Sie und Ihre Kinder möglich und sinnvoll ist. Die Infos dazu erhalten Sie rechtzeitig im Vorfeld.

Gern stehe ich für weitere Gespräche, Fragen und Anregungen zur Verfügung. Rufen Sie mich gern an: 719130305 oder schreiben Sie mir eine Mail: winkels-c@bistum-muenster.de

Christel Winkels, Pastoralreferentin

Jesus ruft die Menschen an seinen Tisch. Er ist es, der zur Mahlgemeinschaft einlädt. Dies gilt nicht nur für die Erwachsenen, sondern auch für die Kinder. Daher werden die Erstkommunionkinder im Vorstellgottesdienst beim Namen gerufen mit dem Satz: „Jesus ruft dich“- und sie antworten: „Ich bin bereit“.  Beim Erstkommuniongottesdienst wird dies noch einmal aufgegriffen. Da werden die einzelnen Kinder wiederum beim Namen gerufen mit dem Satz: „Jesus lädt dich ein“- und sie antworten wieder: „Ich bin bereit“. Wir feiern die Erstkommuniongottesdienste in den jeweiligen Kirchen, auch dann, wenn sich nur ganz wenige Familien vor Ort zusammenfinden, die den Weg zur Erstkommunion gemeinsam gehen. Dadurch soll deutlich gemacht werden, dass eine Erstkommunionfeier auch ein Fest für die Gemeinde vor Ort ist. Dies gilt natürlich auch für unsere kleinen Gemeinden wie z.B. Warbeyen, Bimmen oder Düffelward. Die Gemeindemitglieder werden durch die Möglichkeit einer Gebetspatenschaft einbezogen in die Vorbereitung der Kinder. Beim Vorstellgottesdienst hat jeder die Möglichkeit, für ein „Kommunionkind auf dem Weg“ zu beten. So soll sich das Kind auch getragen fühlen vom Gebet in der Gemeinde vor Ort. Wir freuen uns über jedes Kind, das sich von Jesus eingeladen fühlt und bei uns die Erstkommunionvorbereitung mitmachen möchte. Herzlich Willkommen!

Jedes Kind bekommt zu Beginn der Vorbereitungszeit eine Schatzkiste, auf der der Name des Kindes eingebrannt ist. In dieser kleinen Holztruhe sammeln die Kinder Schätze, die sie während der Vorbereitungszeit finden: Es gibt bei den Weggottesdiensten immer wieder kleine Gegenstände, die an den Inhalt des Gottesdienstes erinnern und wie Schätze für die Kinder sein können: Beim Tauferinnerungsgottesdienst bekommt jedes Kind einen Schlüsselanhänger in Form eines Wassertropfens mit dem Spruch: „Lebendiges Wasser- umsonst“. Auch gibt es im Anschluss an einen Weggottesdienst eine kleine Perle für jedes Kind und einen Schlüssel. Beim Wasserburgtag für die Erstkommunionfamilien bekommt jedes teilnehmende Kommunionkind einen kleinen Spiegel für die Schatzkiste. Er soll daran erinnern, dass jeder Mensch für Gott ein kostbarer Schatz ist. Wenn das Kind in die eigene Schatztruhe schaut, kann es genau diesen Schatz entdecken…. Immer wenn das Kommunionkind in unseren Kirchen in St. Willibrord zu einem Gottesdienst kommt, (Schulgottesdienst, Sonntagsmesse, Weggottesdienst, Familiengottesdienst, Sondergottesdienst usw.) kann es im Anschluss in die Sakristei kommen und bekommt vom Pastor oder vom Küster einen kleinen Schatz. Dies sind kleine Zettel mit einem illustrierten Satz aus der Bibel. So soll das Kind erfahren, dass die Bibel für uns Christen wie ein ganz kostbarer Schatz ist. Die Kinder sammeln ganz fleißig diese Schätze, manchmal tauschen sie sogar untereinander, was sie doppelt haben.
Christel Winkels, Pastoralreferentin